Das Internetunternehmen Google will jetzt seine Datenschutzbestimmungen radikal ändern. Wie ein Unternehmenssprecher erläuterte, sollen die für Google gültigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die derzeit circa 60 verschiedenen Datenschutzbestimmungen ab Frühjahr zu einem kompakten Text vereint werden. Zeitgleich sollen alle Daten verschiedener Google-Anwendungen der Nutzer miteinander verknüpft werden. Angeblich sollen User von der Verknüpfung ihrer Daten profitieren. “Wir behandeln den Nutzer als ein- und dieselbe Person, auch wenn er verschiedene Google-Dienste verwendet – das macht die Nutzung unserer Produkte noch unkomplizierter und intuitiver”, wirbt Alma Whitten, die Datenschutz-Leiterin von Google, für die geplante Änderung. “Wir können die Suche verbessern, indem wir herausfinden, wonach ihr wirklich sucht, wenn ihr zum Beispiel mehrdeutige Begriffe wie Jaguar, Golf oder Pink eingebt.” Wie weit die daraus für Google entstehenden Möglichkeiten gehen, lässt die weitere Argumentation Whittens erahnen. “Wir können die Suche verbessern, indem wir herausfinden, wonach ihr wirklich sucht, wenn ihr zum Beispiel mehrdeutige Begriffe wie Jaguar, Golf oder Pink eingebt. [...] “Wir können euch daran erinnern, dass ihr für ein Meeting spät dran seid – basierend auf eurem Standort, eurem Kalendereintrag und der Straßenverkehrs-Information in Google Maps”. Für Internetuser, die einfach nur die Google-Suchmaschine nutzen und kein sogenanntes Google-Konto besitzen, wird sich nichts verändern. Betroffen von den Plänen sind allerdings alle die Google-Mail, Google+, den Kalender, oder einen Blog bei Google führen. Zwar verspricht das Unternehmen, niemals die Daten verkaufen zu wollen, dass solchen Versprechen allerdings nur wenig Vertrauen geschenkt werden darf, zeigt die wachsende Zahl von Datenmissbrauch anderer Großunternehmen. Und ein User der nicht imstande ist Informationen mit Hilfe der Suchmaschine zu finden, der sollte es schleunigst lernen, statt von Google in seiner Denkfaulheit unterstützt zu werden.