Drogen kann man neuerdings nicht nur rauchen, spritzen, oder schlucken, sondern auch hören. Seit Neuestem werden im Internet Geräuschdateien angeboten, die beim Hörer einen ähnlichen Rauschzustand auslösen sollen. Das Töne entspannend oder anregend wirken können, ist bekannt. Bei den hier angebotenen Audio-Dateien werden Frequenzen übertragen, durch die die Hirnaktivität beeinflusst werden soll. Unabhängige Tester, die sich dem Hörrausch unterzogen, konnten eine solche Beeinflussung allerdings nicht bestätigen. Die von einigen begeisterten Nutzern erwähnte Wirkung dürfte wohl größtenteils in der “Mitarbeit” des Hörers liegen, einem Placeboeffekt, der eine Stimmulierung des Belohnungssystems im Gehirn auslöst. Dazu kommt, dass diese Audio-Droge ausschließlich von Jugendlichen genutzt wird, deren Hormonhaushalt durch die pubertären Schwankungen leichter zu manipulieren ist. Das lassen sich die Anbieter allerdings gut bezahlen. Bis zu 200 Euro kostet ein Download. Frei von Nebenwirkungen, wie von den Anbietern versprochen, ist der Konsum der Hör-Drogen jedoch nicht. Die “Musik“, der jede harmonische Tonfolge fehlt, muss für ihre Wirksamkeit sehr laut eingestellt werden. Das führt einerseits zu einer massiven Schädigung des Gehörs und andererseits ist unser Gehirn nicht durch Erfahrung auf die Dissonanz der Töne vorbereitet, so dass sie auch nicht verarbeitet werden können. Da unser Gehirn aber jede erhaltene Information irgendwo speichern muss, geschieht dies bei dieser Hör-Droge in den Bereichen, die für Angst zuständig sind. Angstattacken und Schlafstörungen sind die Folge.
Die Terabyte-Schallgrenze ist gefallen. Zum ersten mal ist es einem Computersystem gelungen, 1000 Gigabyte an Daten innerhalb einer Minute zu verarbeiten. Das sind eine Million Gigabyt, oder zum besseren Verständnis; der Inhalt von 1422 CDs’! Das benutzte System bestand aus 52 Servern mit einem optimierten Rechen-Algorithmus. Gelungen ist dies im Rahmen des “Sort Benchmark”-Wettbewerbs, dessen Ziel es ist, die Leistungsfähigkeit von Computern zu erhöhen. In diesem Wettbewerb wurde auch getestet, wie schnell man eine Billion Datensätze sortieren kann. Ganze 172 Minuten brauchten die Besten dafür – ein neuer Weltrekord. Gesponsert und organisiert wird dieser Wettbewerb von der Universität von Californien, San Diego. Leiter des Projektes ist Amin Vahdat, der erklärt; “Wenn eine große Firma eine Abfrage über alle ihre verkauften Produkte laufen lassen will, kann dies ein Sortieren eines Datenblocks von mehreren Petabytes (Millionen Terabyte) erfordern, und dieser wächst jeden Tag um viele Gigabyte”. Hierbei kommt es oft zu Verzögerungen, die die Arbeit beeinträchtigen. Deshalb ist es so wichtig, die Rechenkapazität der Computersysteme zu maximieren. Das Ziel nach diesem Wettbewerb ist es jetzt, die Bedingungen, die die Teilnehmer für diesen Wettbewerb optimierten, auf die normalen Systeme zu übertragen, um die Leistungen auch für alltägliche Sortierprobleme der Rechner zu erhöhen.
Blink heißt der neue digitale Türsteher für ihren PC. Er soll zukünftig nicht nur das lästige Eintippen des Passwortes beim Hochfahren des Computers ersetzen, seine Nutzung erhöht auch die Sicherheit, dass kein Fremder Zugriff auf die eigenen Daten bekommt. Dafür braucht es nur eine Web-Kamera und die Freeware Blink.
Nach Anmeldung wird man aufgefordert, sein Gesicht aus mehreren Blickwinkeln aufzunehmen. Diese Gesichtserkennung verknüpft das Programm anschließend mit dem Passwort. Startet man den PC neu, muss kein Passwort mehr eingegeben werden. Allerdings ist es nötig, dass man beim Hochfahren des Gerätes kurz in die Kamera schaut. Ob sich daraus tatsächlich eine Zeitersparnis ergibt, hängt wohl von der Geschwindigkeit des Rechners ab. Sollte es sich ausschließen lassen, dass hierbei mit Fotos getrickst werden kann, ist es auf jeden Fall eine Erhöhung der Sicherheit.
Fast drei Viertel aller Deutschen nutzen mittlerweile das Internet. Auf einen Höchstwert von 72 Prozent ist die Nutzung des Internets bei den über 14-jährigen angestiegen.
Bei Denjenigen, die bisher auf das neue Medium verzichten, ist eine sehr genaue Grenze zwischen arm und reich, sowie alt und jung, zu verzeichnen. So hat Bremen mit 80, 2 Prozent den höchsten – Mecklenburg-Vorpommern mit 62,7 Prozent den niedrigsten Anteil an Internet-Nutzern. Auch der Unterschied zwischen Stadt und Land ist groß, was einerseits an der unterschiedlichen Alterstruktur der Bewohner, aber auch an der auf dem Land oft fehlenden Verfügbarkeit vernünftiger Internetverbindungen liegt. Während in Ballungszentren circa 74,8 Prozent der Menschen online sind, sind es in Ortschaften mit weniger als 5000 Einwohner nur rund 65,8 Prozent. Lediglich Schüler sind, unabhängig von ihrem Wohnort fast Alle online. Doch die aktuellen Werte werden schon in wenigen Monaten überholt sein. Bei der letzten Umfrage gaben fast fünf Prozent der Menschen ohne Internetverbindung an, sich diese in den kommenden Wochen und Monaten anzuschaffen zu wollen.
Im Herbst des Jahres will Google mit seinem neuen Format “Google TV” auf den Markt kommen. Am Donnerstag stellte Google auf der Konferenz I/O in San Francisco das neue Format vor.
Google TV soll eine Kooperation zwischen Intel, Sony und Logitech werden, die die neuen Geräte liefern und produzieren werden. Es haben sich in der Vergangenheit schon einige Konzerne am Fernsehen im Web versucht und sind gescheitert. Bei Google hofft man auf deren Stärke um den riesengroßen Werbemarkt Fernsehen zu erobern. Bei einem Umfang von 70 Milliarden Dollar im Fernsehwerbemarkt, wird Google die Investitionen schnell wieder reinholen, so hofft das Unternehmen.
Der Suchmaschinen-Riese integriert das Betriebssystem Android seiner Smartphones mit Google TV, damit die Videos problemlos mobil abgerufen werden können.
Die Zukunft des Fernsehens soll nach der Wunschvorstellung Googles so aussehen, dass man neben dem Fernsehen gleichzeitig zugehörige Inhalte im Web nutzt. Bei der Konferenz stellte die US-Basketball-Liga vor, wie es funktionieren soll. So soll es möglich sein aktuelle Spiele anzusehen und sich gleichzeitig alle Statistiken anzeigen zu lassen.
In Deutschland wäre es im Bereich Fußball sicherlich interessant, dann könnte man die Stimmen der Béla Réthys endlich abstellen…