Im Rahmen des Schutzes vor Internetkriminalität, plant die Bundesregierung gemeinsam mit der deutschen Internetwirtschaft, eine zentrale Anlaufstelle zum Schutz vor speziellen Schadprogrammen. Der Internetwirtschaftsverband eco teilte mit, dass dadurch Geschädigten geholfen werden soll, sich gegen Computerviren zu wehren, mit deren Hilfe private Computer “gekapert” werden können. Besonders Botnetz-Schadprogramme haben in den letzten Jahren verstärkt Schäden in Millionenhöhe verursacht. Dabei können über Internetseiten oder E-Mails Programme eingeschleust werden, durch die der befallene PC Teil sogenannter Bot-Netze wird. Botnetze nutzen dann die Rechenkraft von teilweise mehreren tausend Rechnern, für den massenhaften Versand von Spam-Mails oder den gezielten Angriff auf bestimmte Unternehmen. Zukünftig können sich betroffene User telefonisch oder im Internet beraten lassen, wie sie beim Verdacht eines Befalls am besten reagieren können. Auch soll eine kostenlose Software zur Verfügung gestellt werden, die den Virus aufspürt und löscht. Damit schützen die Regierung und die Internetfirmen nicht nur die privaten User, sondern vor allem sich selbst, da durch so eine Spam-Attacke jedes im Internet vertretene Unternehmen schwer geschädigt werden kann.
Ein neuer, extrem gefährlicher Internetvirus, wurde jetzt in Slowenien entwickelt und eingesetzt. Die slowenische Polizei ermittelt mit Unterstützung des FBI gegen drei junge Slowenen. Die Verdächtigen sind alle unter 25 Jahre alt und haben eine Ausbildung zum Informatiker abgeschlossen. Mit Hilfe des Virus verschafften sie sich Zugang zu Kreditkarten und Passwörtern. Dafür infizierten sie über 13 Millionen Computer mit ihrem Virus, darunter auch zahlreiche US-Firmen und mehr als 40 Banken. Nach Angaben des slowenischen Fernsehsenders 24ur, verkauften sie den Virus auch an spanische Computerhacker, die ihn ihrerseits weiter verbreiteten. Wie groß der entstandene Schaden ist, konnte noch nicht abschließend bestimmt werden.
Wie jetzt bekannt wurde, sind einige der MicroSD-Karten, des Samsung-Handys S8500 Wave, die in Deutschland verkauft wurden, mit einem Virus infiziert. Der Windows-Trojaner Delf, wurde entdeckt, als eines der Handys mit einem Windows-Rechner verbunden wurde. Er steckt, so weit bisher bekannt, in der Datei slmvsrv.exe. Normale Virenscanner sollen den Virus aber blocken. Auch der Speicher der Handys wird nicht davon befallen. Samsung Deutschland hat es geschafft, die betroffenen Handys durch die Seriennummer zu ermitteln. Aus den Geschäften wurden die Karten bereits entfernt. Für Alle, die bereits ein solches Handy erworben haben, hat Samsung eine Hotline eingerichtet. 0800 – 1213 151 Hier kann man sich kostenlos informieren, wie das Virus entfernen lässt. Aber auch ein Gratis-Austausch ist unproblematisch möglich.
Der Suchmaschinenkonzern Google hat einer Analyse veröffentlicht wonach die Zahl an gefälschter Anti Virensoftware stark zunimmt. In der Analyse wurden 240 Millionen Seiten über ein Jahr lang analysiert, beunruhigend ist die Tatsache das diese Programme immer weiter zunehmen und Phishing Programme auf dem Rechner der Kunden installiert werden. Oftmals sind es die Programme die einen auf einer “harmlosen“ Webseite auf das Produkt aufmerksam machen in dem von einem angeblich erkannten Virus die Rede sei. Google sperrt solche Seiten zunehmend, allerdings wandern die Seiten seit kurzem im Stundentakt von Domain zu Domain, sodass eine Verfolgung und Sperre nur schwer möglich ist. Es wird angeraten sich seriöse Anti Viren Programme zu besorgen wie das kostenfreie AntiVir.
Microsoft gab einen Report an die Öffentlichkeit wonach in Deutschland kaum Viren auf den Rechnern zu finden sind. Lediglich 0,22 Prozent der Computer waren in der zweiten Jahreshälfte 2009 mit einem Virus infiziert. Im weltweiten Durchschnitt liegt die Zahl bei 0,7 Prozent, Rekordhalter mit zwei Prozent ist die Türkei. In Deutschland haben die meisten Computer mit Trojanern zu kämpfen im letzten Jahr waren 373.861 davon auf den Rechnern. Das anfälligste System sei Windows XP. Windows 7 und Windows Vista seien nicht einmal halb so oft davon betroffen. Problematisch ist der Trend, dass immer mehr Viren in ein Programm zusammengefasst werden welches dann mit Updates vom Hacker versorgt wird. Antivirenprogramme haben Schwierigkeiten solche Viren zu finden.