Category: Viren

40 Jahre Internet-Würmer

Von , 30. September 2011 18:04

Vor genau vierzig Jahren, lange bevor das World Wide Web zum Synonym für “das” Internet wurde, entwickelte bereits ein Amerikaner den ersten Virus. 1971 als Machbarkeitsstudie geplant, programmierte Bob Thomas das erste Computerprogramm, das sich selbst vervielfältigen konnte. Mit seinem Programm infizierte er seinen Rechner mit der Botschaft “I’M THE CREEPER: CATCH ME IF YOU CAN”, die selbständig eine Textdatei ausdruckte. Dieses Programm wurde später von tausenden Programmierern als Grundlage für weitere Versuche und später für die ersten Viren genutzt. Im Gegensatz zu den heute programmierten Viren und Würmern, konnte man den ersten Computerwurm noch mit einem speziell auf ihn zugeschnittenen Löschprogramm wieder entfernen. Inzwischen sind Würmer und Viren genauso gefährlich für die sich immer stärker auf Computersysteme verlassenden Menschen geworden, wie ihre natürlichen Namensgeber.

Jeder dritte Nutzer kämpft mit Viren und Co.

Von , 9. Februar 2011 09:51

Circa 30 Prozent aller Internetnutzer in Europa, haben im vergangenen Jahr Viren, Würmer oder Trojaner auf ihrem PC gefunden. In Deutschland liegt der Anteil zwar ein wenig unter dem europäischen Durchschnitt, aber mit 22 Prozent ist auch hier noch immer jeder fünfte User betroffen. Dadurch können nicht nur Daten vernichtet werden, auch die gesamte PC-Aktivität der betroffenen Nutzer kann so an Dritte weiter geleitet werden. In vier Prozent der im vergangenen Jahr bekannt gewordenen Fälle, lag außerdem eine erhebliche Verletzung der Privatsphäre vor, wie zum Beispiel die unerlaubte Weiterverbreitung privater Fotos oder Mails. Drei Prozent aller Nutzer hatten aufgrund von Phishing finanzielle Einbusen zu erleiden. Allerdings haben in Deutschland auch nur 88 Prozent aller Internetnutzer eine Sicherheitssoftware installiert – europaweit circa 84 Prozent. Gegen Pishing oder Pharming schützen diese zwar kaum, aber zumindest das unbemerkte Ausspionieren kann durch ein Sicherheitsprogramm verringert werden.

Schutzprogramm sollten daher für jeden PC-Nutzer essentiel sein.

Virus als Nobelpreis-Einladung getarnt

Von , 11. November 2010 12:22

Vor einem neuen Virus warnen Internetexperten. Dieser kommt mit einer gefakten Einladung zur Verleihung des Friedensnobelpreises. In einem PDF-Anhang ist ein Trojaner versteckt, der dem Hacker die Kontrolle über den befallenen Computer ermöglicht. Als Absender der Mail ist “Oslo Freedom Forum” angegeben, das jedoch nichts mit dem Nobelpreis zu tun hat, wie man nach öffnen der Datei schnell merkt. So wurde zum Beispiel als Datum der Nobelpreis-Verleihung der 11. Dezember angegeben, während die tatsächliche Verleihung schon am 10. Dezember statt findet. Doch wenn man dies bemerkt, ist es schon zu spät. Wer dahinter steckt ist bisher noch nicht bekannt. Die Sache flog auf, weil der Initiator auch eine Mail an den Direktor des Nobel-Instituts, Geir Lundstadt, geschickt hatte, der die Behörde für Internetsicherheit in Norwegen informierte. Vermutlich aber handelt es sich um eine auf das Nobelpreis-Institut gezielte Attacke, da bereits zu einem früheren Zeitpunkt versucht wurde, sich in die Datei des Instituts zu hacken. Der Grund dafür könnte die diesjährige Wahl des Friedensnobelpreisträgers sein. Der Preis geht an den chinesischen Schriftsteller Liu Xiaobo, der aktuell wegen “Untergrabung der Staatsgewalt” im Gefängnis sitzt, weil er einer der Verfasser der “Charta 08″ ist, die zu politischen Reformen in China aufruft.

Vor Internetangriffen kann man sich schützen

Von , 19. Oktober 2010 19:42

Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom sind hunderttausende Computer schutzlos den Internetangriffen ausgeliefert. Zum Auftakt der Computersicherheitsmesse IT-SA in Nürnberg beklagt der IT-Verband Bitcom: “Rund ein Fünftel der Internetnutzer ist noch immer ohne Virenschutz unterwegs.” Dabei ist es mittlerweile für jeden Nutzer, egal welche Computerkenntnisse vorliegen, sehr einfach einen Virenschutz auf dem Computer zu installieren und sich gezielt gegen Cyberkriminelle zu wehren. Auf der Messe werden 303 Aussteller ihre Lösungen vorgestellen, wie man die Rechner sicherer machen kann. Die IT-SA läuft noch bis zum Donnerstag und kann mit einem Eintagesticket für 24 Euro besucht werden.

Wichtige Software für den PC gibt es hier.

Stuxnet- Virusattacke auf Atomkraftwerk im Iran

Von , 28. September 2010 17:53

Erstmals ist es zu einem bestätigten Angriff auf das Computernetzwerk eines Atomkraftwerkes gekommen. “Stuxnet” heißt der Virus und wurde auf Steuerungen in iranischen Industriebetrieben, darunter auch in das Computersystem des Atomkraftwerks Buschehr im Iran eingeschleust. Es soll sich um einen der raffiniertesten Schädlinge handeln, die bisher entdeckt wurden. Laut Aussage von Mahmud Dschafari, Leiter des Kraftwerkes, gibt es keine Schäden an “wichtigen” Systemen der Anlage. Die umstrittene Inbetriebnahme des neuen Atomkraftwerkes wird dadurch nicht beeinflusst. Die iranische Regierung betrachtet das Einschleusen des Virus in so viele wichtige Firmen und Anlagen des Landes zurecht als feindlichen Angriff. 30.000 Rechner sollen befallen sein. Die USA, die dadurch in Verdacht gerieten, bestreiten aber, Urheber dieser Aktion zu sein. Der National Cybersecurity and Communications Integration Center (NCCIC) analysierte die Schadsoftware und sucht nach der Quelle, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. Auffallend ist, das “Stuxnet” vorrangig Kontrollsysteme angegriffen hat, die von Siemens entwickelt worden sind. Siemens hat Kontrollsysteme für Industrieanlagen, Kraftwerke und Ölkonzerne entwickelt, die jetzt gefährdet sind. Der Virus liefert Informationen aus den Anlagen an einen externen, unbekannten Empfänger und soll auch in der Lage sein, Informationen im System zu verändern – verheerend, falls dies in einem Atomkraftwerk passiert. Die iranische Atomenergiebehörde berät jetzt, wie sie den Virus aus dem System der Anlage entfernen können. Erstmals gefunden wurde er im Juli von Weissrussischen PC-Spezialisten. Das Gefährliche an ihm ist, dass er über USB-Sticks übertragen wird was bedeutet, dass für die Infizierung keine Verbindung zum Internet vorhanden sein muss. Das macht es schwierig, sich dagegen zu schützen. Auch die Rechner anderer Länder, wie Indien und Indonesien sind davon betroffen. Eugene Kaspersky, Chef des gleichnamigen Sicherheitsunternehmens ist betroffen: “Ich denke, dass dies der Auftakt zu einem neuen Zeitalter ist: die Zeit des Cyber-Terrorismus, der Cyber-Waffen und der Cyber-Kriege”. Damit könnte er Recht haben.