Internet

Preisangaben: Urteil für mehr Kundensicherheit

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Die Möglichkeiten im Internet, Kunden durch ungenaue Preisangaben zu übervorteilen, verringern sich durch wachsende Rechtssicherheit kontinuierlich. So hat das Berliner Kammergericht jetzt zugunsten zweiter Klagen durch den Bundesverband der Verbraucherzentrale (VZBV), gegen die Fluggesellschaft Air Berlin entschieden. Auf dem Internetportal der Air Berlin wurde potentiellen Kunden nach der Dateneingabe eine Preistabelle gezeigt, die aufgrund fehlender Aufschläge und Gebühren nicht die tatsächlichen Kosten für die Kunden anzeigte. Statt dessen wurden viel zu niedrig angesetzte Preise angezeigt, die noch nicht die Steuer, die Flughafengebühren, den dazu kommenden Kerosinzuschlag und die Servicegebühren für die jeweilige Zahlungsart berücksichtigten. Der Gesamtpreis wurde erst korrekt dargestellt, nachdem die Kunden die Buchung eines Fluges bestätigt hatten. Um bis zu einem Drittel unterschieden sich die während des Buchungsvorgangs angezeigten Preise, von den Endpreisen. Kunden die einen Flug von Berlin nach Frankfurt buchten, mussten so statt der ursprünglich angezeigten 41 Euro, 74 Euro bezahlen. Das Gericht gab der Klage statt und bestätigte, dass Kundenfang mit derartigen Mitteln nicht zulässig ist. Seit Dezember 2008 gibt es zudem eine EU-Verordnung die vorschreibt, das Fluggesellschaften beim Verkauf den Gesamtpreis des Fluges, inklusive aller Zuschläge und Gebühren, vor Beginn des Bestellvorganges anzugeben haben. Der Verbund der Verbraucherzentralen musste bereits mehrere Klagen einreichen, da sich noch immer viele Fluggesellschaften nicht an die geltenden Gesetze halten. Eine Sprecherin von Air Berlin versicherte jedoch bei Bekanntwerden des Urteils, dass dieses sich auf einen Tatbestand beziehe, der längst nicht mehr aktuell sei. “Air Berlin erfüllt längst alle Vorschriften zur Ticket- und Preistransparenz”, erklärte sie in einem Interview gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Dies trifft jedoch nicht auf alle Fluggesellschaften zu. Noch immer sind viele Preisangaben, nicht nur bei der Buchung von Flügen, unübersichtlich und verwirrend für Kunden.

Google verknüpft alle Nutzerdaten

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Das Internetunternehmen Google will jetzt seine Datenschutzbestimmungen radikal ändern. Wie ein Unternehmenssprecher erläuterte, sollen die für Google gültigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die derzeit circa 60 verschiedenen Datenschutzbestimmungen ab Frühjahr zu einem kompakten Text vereint werden. Zeitgleich sollen alle Daten verschiedener Google-Anwendungen der Nutzer miteinander verknüpft werden. Angeblich sollen User von der Verknüpfung ihrer Daten profitieren. “Wir behandeln den Nutzer als ein- und dieselbe Person, auch wenn er verschiedene Google-Dienste verwendet – das macht die Nutzung unserer Produkte noch unkomplizierter und intuitiver”, wirbt Alma Whitten, die Datenschutz-Leiterin von Google, für die geplante Änderung. “Wir können die Suche verbessern, indem wir herausfinden, wonach ihr wirklich sucht, wenn ihr zum Beispiel mehrdeutige Begriffe wie Jaguar, Golf oder Pink eingebt.” Wie weit die daraus für Google entstehenden Möglichkeiten gehen, lässt die weitere Argumentation Whittens erahnen. “Wir können die Suche verbessern, indem wir herausfinden, wonach ihr wirklich sucht, wenn ihr zum Beispiel mehrdeutige Begriffe wie Jaguar, Golf oder Pink eingebt. [...] “Wir können euch daran erinnern, dass ihr für ein Meeting spät dran seid – basierend auf eurem Standort, eurem Kalendereintrag und der Straßenverkehrs-Information in Google Maps”. Für Internetuser, die einfach nur die Google-Suchmaschine nutzen und kein sogenanntes Google-Konto besitzen, wird sich nichts verändern. Betroffen von den Plänen sind allerdings alle die Google-Mail, Google+, den Kalender, oder einen Blog bei Google führen. Zwar verspricht das Unternehmen, niemals die Daten verkaufen zu wollen, dass solchen Versprechen allerdings nur wenig Vertrauen geschenkt werden darf, zeigt die wachsende Zahl von Datenmissbrauch anderer Großunternehmen. Und ein User der nicht imstande ist Informationen mit Hilfe der Suchmaschine zu finden, der sollte es schleunigst lernen, statt von Google in seiner Denkfaulheit unterstützt zu werden.

Megaupload vom Netz genommen

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Der Filehosting-Service “Megaupload.com” wurde jetzt, wie “Spiegel-Online” berichtete, durch US-amerikanische Behörden, wegen des Verdachts auf Urheberrechtsverletzungen, vom Netz genommen. Die gegen das Internet-Portal ermittelnde Staatsanwaltschaft beklagt einen durch “Megaupload.com” entstandenen Schaden in Höhe von 500 Millionen Euro, die der Unterhaltungsindustrie verloren gegangen sein soll. Auf der Seite von “Meaupload” konnten User nach Belieben ungeprüfte Dateien hochladen und zur Weiterverbreitung frei geben. Da die Nutzer ebenfalls keine überprüfbaren Daten angeben mussten, befanden sich angeblich auf den Servern des Internetportals in großer Menge illegale Dateien, wie Filme, Musik, oder Spiele. Dem Gründer des Portals, Kim Schmitz, wird vorgeworfen, bewusst Urheberrechtsverletzungen in Kauf genommen zu haben. Außerdem wird wegen des Verdachts auf Geldwäsche gegen den den als “Kim Dotcom” bekannten Inhaber ermittelt. “Megaupload” bestreitet die Vorwürfe und bezeichnete die Klage wegen Urheberrechtsverletzung als “grotesk übertrieben”. Die auf den Servern des Unternehmens gespeicherten Daten seien überwiegend legal. Als Reaktion auf die Abschaltung des Servers legte die Hacker-Gruppe “Anonymus” die Webseite des amerikanischen Justizministerium lahm.

Wikipedia offline

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Das Online-Portal “Wikipedia”, hat aus Protest gegen die US-amerikanischen Gesetzespläne gegen Internetpiraterie, viele englischsprachigen Seiten des Online-Lexikon für 24 Stunden aus dem Internet genommen, beziehungsweise die betreffenden Seiten schwarz gefärbt und mit einem Aufruf an alle User, die Einführung dieses Gesetzes zu verhindern. Mit Slogans wie “Sagt dem Kongress: Bitte zensiert das Netz nicht.” und “Stellen Sie sich eine Welt ohne freies Wissen vor”, macht Wikipedia auf die Gefahren einer Internet-Zensur aufmerksam. Kritisiert werden zwei Gesetzesentwürfe, über die derzeit im US-Kongress abgestimmt wird. Stimmen die Abgeordneten dafür, kann die amerikanische Regierung zukünftig schwarze Listen für Internetseiten erstellen und diese vom Netz nehmen. Kritiker befürchten, dass dies zu einer politischen Zensur führen könnte, die nur schwer demokratisch zu kontrollieren ist. Neben Wikipedia haben sich auch die Gründer von Google, Yahoo und Twitter in einem offenen Brief an die Regierung gewandt und die Verabschiedung des Gesetzes als Gefahr für die Demokratie kritisiert.

Ältere agieren immer häufiger in sozialen Netzwerken

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Immer mehr entdecken inzwischen auch ältere Semester die Online-Netzwerke für sich. Rund sechzig Prozent der über 50-jährigen Deutschen, sind mittlerweile bei Facebook, Twitter, MeinVZ, oder einer anderen Community gemeldet. Von den über 65-Jährigen sind es immerhin noch 40 Prozent, die regelmäßig online in Netzwerken surfen. “Senioren erkennen zunehmend die Vorteile des Internets für ihr soziales Leben”, glaubt der Präsident von Bitkom, Dieter Kempf. Dadurch bieten sich vielen älteren Menschen auch die gern genutzte Möglichkeit, den Kontakt zu alten Schulfreunden, oder aus den Augen verlorener Bekannter wieder herzustellen. Das am häufigsten frequentiere Online-Netzwerk bei über 50-Jährigen, sind mit 32 Prozent “Facebook”, mit 28 Prozent “Stayfriends” und mit 18 Prozent “Wer kennt wen”. Von den dort angebotenen Funktionen nutzen Ältere am liebsten den Mail-Tausch, das Chatten und das verschicken von privaten Fotos. Befragt für diese Studie wurden circa 1000 Internetnutzer zwischen 14 und 69 Jahren, von denen 700 regelmäßig soziale Netzwerke nutzten.

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