Blink heißt der neue digitale Türsteher für ihren PC. Er soll zukünftig nicht nur das lästige Eintippen des Passwortes beim Hochfahren des Computers ersetzen, seine Nutzung erhöht auch die Sicherheit, dass kein Fremder Zugriff auf die eigenen Daten bekommt. Dafür braucht es nur eine Web-Kamera und die Freeware Blink.
Nach Anmeldung wird man aufgefordert, sein Gesicht aus mehreren Blickwinkeln aufzunehmen. Diese Gesichtserkennung verknüpft das Programm anschließend mit dem Passwort. Startet man den PC neu, muss kein Passwort mehr eingegeben werden. Allerdings ist es nötig, dass man beim Hochfahren des Gerätes kurz in die Kamera schaut. Ob sich daraus tatsächlich eine Zeitersparnis ergibt, hängt wohl von der Geschwindigkeit des Rechners ab. Sollte es sich ausschließen lassen, dass hierbei mit Fotos getrickst werden kann, ist es auf jeden Fall eine Erhöhung der Sicherheit.
Ein neuer, extrem gefährlicher Internetvirus, wurde jetzt in Slowenien entwickelt und eingesetzt. Die slowenische Polizei ermittelt mit Unterstützung des FBI gegen drei junge Slowenen. Die Verdächtigen sind alle unter 25 Jahre alt und haben eine Ausbildung zum Informatiker abgeschlossen. Mit Hilfe des Virus verschafften sie sich Zugang zu Kreditkarten und Passwörtern. Dafür infizierten sie über 13 Millionen Computer mit ihrem Virus, darunter auch zahlreiche US-Firmen und mehr als 40 Banken. Nach Angaben des slowenischen Fernsehsenders 24ur, verkauften sie den Virus auch an spanische Computerhacker, die ihn ihrerseits weiter verbreiteten. Wie groß der entstandene Schaden ist, konnte noch nicht abschließend bestimmt werden.
Für heftige Diskussionen in der Netzcommunity, sorgte derzeit eine Debatte im US-Senat. Dort wird über die Möglichkeit beraten, einen Ausschalt-Knopf für das gesamte Internet für „Notfälle“ dem jeweiligen Präsidenten zur Verfügung zu stellen. Erschreckend dabei ist, dass sich in dieser Frage ausnahmsweise die linke und die libertäre Rechte einig sind.
Sinn des vorgelegten Gesetzentwurfs soll es sein, das Internet vor ausländischen Hackern zu schützen. Das bei einem Abschalten durch den Präsidenten genau das Selbe passiert, wovor man sich schützen will, lässt die Idee wenig sinnvoll erscheinen. Allerdings lässt sich durch solch eine Maßnahme, die Verbreitung brisanter Informationen unterbrechen, bis andere Maßnahmen zu ihrer Unterdrückung getroffen werden konnten. Technisch wäre ein solcher Ausschalt-Knopf durchaus möglich. Hoffen wir, dass es der amerikanischen Regierung nicht gelingt, dieses Gesetz durchzusetzen. Sonst, dass ist wohl klar, dürfte die Diskussion auch ganz schnell nach Europa übergreifen.
Ein Rechtsstreit um das Facebook-Netzwerk beschäftigt die US-Gerichte. Paul Ceglia, war während seiner Studienzeit damit beauftragt worden, die Internetseite für Facebook zu programmieren. Dafür waren ihm vertraglich ein einmaliges Gehalt von 1000 Dollar und eine fünfzig-prozentige Beteiligung an den Einnahmen zugesichert worden. Für den Fall, dass die Seite nur mit Verzögerung online geht, stünden ihm nochmals ein Prozent Beteiligung pro Tag zu. Da Facebook tatsächlich mit 34 Tagen Verspätung online ging, gehören Paul Ceglia also 84 Prozent sämtlicher Facebook-Einnahmen. Eine „völlig unseriöse Klage“, wie die Sprecher Website erklären. Doch die Justiz sieht tatsächlich einen Klärungsbedarf und hat sämtliche Vermögenswerte von Facebook eingefroren. Dabei handelt es sich immerhin um circa 6 Milliarden Dollar, eine Summe, um die zu kämpfen sich natürlich auch für den ehemaligen Studenten lohnt. Eine Einschränkung der Seite, die inzwischen das größte soziale Internetnetzwerk ist, schließt die Firma aber aus.
Fast drei Viertel aller Deutschen nutzen mittlerweile das Internet. Auf einen Höchstwert von 72 Prozent ist die Nutzung des Internets bei den über 14-jährigen angestiegen.
Bei Denjenigen, die bisher auf das neue Medium verzichten, ist eine sehr genaue Grenze zwischen arm und reich, sowie alt und jung, zu verzeichnen. So hat Bremen mit 80, 2 Prozent den höchsten – Mecklenburg-Vorpommern mit 62,7 Prozent den niedrigsten Anteil an Internet-Nutzern. Auch der Unterschied zwischen Stadt und Land ist groß, was einerseits an der unterschiedlichen Alterstruktur der Bewohner, aber auch an der auf dem Land oft fehlenden Verfügbarkeit vernünftiger Internetverbindungen liegt. Während in Ballungszentren circa 74,8 Prozent der Menschen online sind, sind es in Ortschaften mit weniger als 5000 Einwohner nur rund 65,8 Prozent. Lediglich Schüler sind, unabhängig von ihrem Wohnort fast Alle online. Doch die aktuellen Werte werden schon in wenigen Monaten überholt sein. Bei der letzten Umfrage gaben fast fünf Prozent der Menschen ohne Internetverbindung an, sich diese in den kommenden Wochen und Monaten anzuschaffen zu wollen.